Filetiermesser und weitere nützliche Helfer
Möchte man seine Fänge richtig versorgen, benötigt man natürlich zunächst ordentliches
Handwerkszeug in Form eines Filetiermessers und einigen Helfern zum Nachschärfen der Klinge. Um eines vorweg zu nehmen,
dieser Bericht soll kein Produktratgeber im schier riesigen Dschungel der Filetiermesser sein. Im Gegenteil, für
welches Messer Sie sich entscheiden, testen Sie am besten selbst beim Fachhändler! Es müssen heutzutage ohnehin
schon lange nicht mehr unbedingt die teuren Messer sein, auch die günstigen Modelle verfügen meist über eine
ordentliche Schärfe und eine hohe Schnitthaltigkeit, also die Menge der scharfen Schnitte, die Sie mit dem Messer
durchführen können, ohne nachzuschärfen.
Das bedeutet natürlich ebenfalls nicht, dass es sich nicht lohnen würde, etwas mehr in ein ordentliches Messer zu
investieren.
Achten Sie beim Kauf Ihres Filetiermessers vor allem darauf, dass die Hand bei eventuell kraftvolleren Schnitten nicht nach
vorne auf die Klinge rutschen kann. Auch ein ergonomisch geformter Griff kann, gerade wenn Sie noch am Gewässer an
einem Ausnehmeplatz schlachten wollen, sinnvoll sein. Ob es dann aber eine Kunststoff oder Lederscheide sein soll, Holz
oder Kunststoffgriff, herkömmliche oder high-tech Klinge, mit oder ohne Säge, dass möchte ich Ihrem
persönlichen Geschmack - und Geldbeutel überlassen.
Wie Sie auf dem oberen Bild unschwer erkennen können, haben wir dort eine Auswahl der wichtigsten Helfer
zusammengestellt, mit denen Sie ihr Messer dauerhaft scharf halten können. Wichtig ist, dass Sie bereits
nachschärfen, so bald Sie feststellen, dass Ihr Messer stumpfer wird. Ist es nämlich erst einmal vollkommen
stumpf, so ist es dafür zu spät, nun benötigen Sie meist die professionelle Hilfe eines Messerschleifers.
Ob Sie einen Wetzstahl verwenden, oder handelsübliche Schleifsteine, liegt in Ihrem handwerklichen Geschick, denn Sie
müssen den Winkel von ca. 15 Grad einhalten, sonst erreichen Sie nicht die gewünschte Wirkung. Hilfreich
können in diesem Falle Messerschleifer wie das abgebildete Gerät von WMF sein, die dabei helfen, auch für
ungeübte Hände jederzeit den richtigen Winkel einzuhalten.
Tipp: Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Ihr Messer bereits nachgeschliffen werden muss, so machen sie den
"Zwiebeltest". Tränen Ihnen beim Zwiebelschneiden die Augen, so schneidet das Messer nicht mehr richtig, sondern
"quetscht" vielmehr die ätherischen Öle frei, die unsere Augen tränen lassen. Das Messer ist erst wieder
richtig scharf, wenn Sie damit senkrecht durch ein Blatt Papier schneiden können.
Tipp: Gute Messer gehören nicht in die Spülmaschine. Zum einen machen heißes Wasser in Verbindung
mit Reiniger und harten Wasserstrahlen die Klinge stumpf, zum anderen sind auch rostfreie Klingen nicht gegen "Flugrost"
anderer Metallteile gewappnet.
Gönnen Sie Ihren Messern unmittelbar nach der Benutzung ein Bad in lauwarmem Wasser mit ein wenig Spülmittel, so dass hartnäckige
Fischschuppen erst gar nicht antrocknen können.