Die Sbirolino-Montage
Mit den Sbiro bin ich in der Lage große Bereiche bzw. Tiefen eines Gewässers zu befischen.
Man bekommt sie in den unterschiedlichsten Wurfgewichten, angefangen von leichten 3g Sbiros bis hin zu Geschossen
von 40g. Das Wurfgewicht bestimmt letztendlich in Abstimmung mit der Rute die Wurfweite. In der Regel befinden
sich zwei Gewichtsangaben auf dem Sbiro. Die erste Angabe steht für das o. e. erwähnte Wurfgewicht,
die zweite beschreibt das Gewicht des Sbiros im Wasser. Dieses Gewicht hat großen Anteil daran, wie sich
der Sbiro im Wasser verhält. Grundsätzlich unterscheiden wir zwischen schwimmenden und sinkenden Sbiros.
Auf die sinkenden Sbiros möchte ich etwas genauer eingehen. Sie teilen sich auf in leicht sinkende, halb sinkende
und schnell sinkende. Je größer die zweite Gewichtsangabe im Verhältnis zum Wurfgewicht, desto schneller
sinkt der Sbiro im Wasser ab. Schwimmende und leicht sinkende Sbiros werden für das oberflächennahe Fischen
eingesetzt, halbsinkende für das Mittelwasser (2 -3m) und schnell sinkende für die tieferen Regionen.
Beispiele zu den Gewichtsangaben
8g - 0,8g = leicht sinkender Sbiro mit einem Wurfgewicht von 8g für kleinere Gewässer.
12g - 6g = halb sinkender Sbiro mit einem Wurfgewicht von 12 g für größere Gewässer.
Aber nicht nur das Sinkgewicht alleine bestimmt die Wassertiefe in der wir fischen, sondern auch die Form und
die Gewichtsverteilung. Durch den entstehenden Auftrieb beim Einholen hat der Sbiro das Bestreben zur Wasseroberfläche
zurückzukehren. Aber Form, Gewichtsverteilung, Geschwindigkeit und natürlich auch die Stellung der Rute bestimmen,
ob der Sbiro schon nach wenigen Kurbelumdrehungen an der Oberfläche zu sehen ist oder wir ihn längere Zeit in einer
bestimmten Wassertiefe führen können.
|
Kommen wir nun zu Montage. Die Abbildung zeigt, wie ein Sbirolino montiert wird.
Zuerst wird die Hauptschnur durch Das Führungsröhrchen des Sbiros geschoben. Mit monofiler Schnur ist das kein Problem.
Bei geflochtener bzw. nasser geflochtener Schnur kann das unter Umständen schon einmal etwas länger dauern. Ein spezieller
Einfädler kann hier Ärger und Zeit ersparen. Ist kein Einfädler zur Hand, hilft nur noch Saugen, bis das Ende der Schnur
im Mund angekommen ist. Dann wird eine Gummiperle aufgezogen und eine 3er Wirbelkette angeknotet. Wer möchte kann noch einen Haken
einhängen, der das Wechseln des Vorfaches vereinfacht. Ich bin jedoch der Ansicht je weniger, desto besser. Fische ich mit monofiler
Schnur, kommen für mich nur die qualitatv hochwertigen Schnüre Tatanka und Gorilla Verde von Tubertini in Frage. Entscheide ich
mich für geflochtene Schnur, ist es die Stroft GTP. Das Vorfach sollte mindestens eine Länge von 1,5 m haben. Persönlich
bevorzuge ich Vorfächer von 2 -3m Länge. Da Vorfächer in diesen Längen nicht käuflich zu erwerben sind, binde ich
meine Vorfächer selbst. Auch hier kommen Tatanka und Gorilla Verde von Tubertini zum Einsatz, die mit Haken der Firma Gamakatsu (LS-2210 S)
eine wunderbare Einheit bilden. Wird mit einem schwimmenden oder leicht sinkendem Sbiro gefischt, so sollte im letzten Drittel des Vorfaches
ein Bleischrot aufgeklemmt werden. Das Bleischrot reguliert die Lauftiefe des Köders unter der Wasseroberfläche. Ohne Bleischrot gefischt,
läuft der Köder durch den Auftrieb direkt an der Wasseroberfläche. Wer öfters mit dieser Montage fischt, wird feststellen,
dass sich durch das Bleischrot auf dem Vorfach die Montage öfter einmal verheddert. Darum sollte man grundsätzlich beim Auswerfen die
Montage kurz vor dem Auftreffen auf die Wasseroberfläche abstoppen, damit sich das Vorfach schön strecken kann.